Die Geschichte des Kloster Marienthal 1256 -1806

Klosterkirche MarienthalAm 7. Juni 1256 weiht Otto II. von Lippe, Bischof von Münster, das neue Augustinereremiten-Kloster in Brünen-Beylar. Es ist eines der ersten Klöster dieses Ordens in Deutschland. Damit er als weltlicher Stifter des Klosters aber nicht vergessen wurde, verfasste Sueder IV. von Ringenberg 1258 eine Schenkungsurkunde. Der Inhalt der Urkunde erklärt auch den Namen des Ortsteils – war doch das Kloster der Gottesmutter Maria geweiht. Im Laufe der Jahre verdrängte die Bezeichnung Marienthal den alten Flurnamen Beylar völlig.

Im 14. Jahrhundert wird das Kloster an seinen heutigen Standort, nicht allzuweit von seinem ursprünglichen, verlegt. Die nahe Issel und die Gefahr von Überschwemmungen waren wohl der Grund dafür.

Neben der Kirche enstehen umfangreiche Klostergebäude mit Wohn- und Wirtschaftsräumen. Bis 1806 wirken die Augustinereremiten seelsorgerisch in der näheren und weiteren Umgebung.

Nachdem Napoleon große Teile des Rheinlands besetzt hatte, wurden nach 1806 im Zuge der Säkularisation fast alle Klöster aufgelöst. Auch in Marienthal mussten die Augustiner das Kloster verlassen. Große Teile des Klosters wurden abgebrochen und die Steine für andere Bauwerke in der Umgebung wiederverwendet.